Fragmente

Waldläufergedanken

Sonnenstrahlen auf meiner Haut,
warmer Wind in meinem Gesicht,
weiche Erde in meiner Hand,
Gesang der Vögel in meinem Ohr.

Ich werde eins mit der Erde,
der Erde aus der ich entstanden bin,
zu der ich immer zurückkehren kann.
Der Wind trägt mich weiter fort,
fort in alle Richtungen des Himmels.

Sehnsucht treibt den suchenden Geist,
wo sind sie geblieben die unbeschwerten Tage?
Wo ist die Hand die ich Nachts spürte?
Solange ich Erde und den Himmel ehre,
solange werde ich niemals alleine sein.

Meine Gefühle

lautlos lacht der Mond,
still beobachten die Wolken,
eingehüllt von lauer Nacht,
wenn die Seele schwerelos
ins Traumland gleitet.
Das Herz befreit von Last,
nicht ruhelos und eingeengt,
frei und doch nicht einsam.

Der Traumfänger

der Traumfänger fängt die Träume nicht um sie jemanden wegzunehmen- im Gegenteil: Der Traumfänger fängt die Träume im Reich der Träume ein um sie für jemanden zugänglich zu machen. Der Eidechsenkönig ist der Herrscher im Traumreich und bewahrt alle Träume für diejenigen Menschen die der Träume würdig sind.

Es gibt Träume die uns glücklich machen
Es gibt Träume die uns zerstören können
Es gibt Träume die einfach unbemerkt verschwinden
Es gibt Träume die uns verfolgen

Eines haben aber alle Träume gemeinsam - sie können Wirklichkeit werden,
Mensch muss nur fest daran und vorallem an sich glauben.

Sie

Gedanken schweben durch den Raum,
finden weder Richtung noch Ziel,
rauben mir den Schlaf,
würgen meine Seele.
"Warum, warum", fragt mein Kopf,
mein Herz kontert "Warum nicht !"
Quälender Zwiespalt im Ich.
Der Weg des Geistes ist der kurze Schmerz
dem das sanfte Erwachen folgt.
Der Weg des Herzens ist das unendliche Leiden
mit unergründlichen Tiefen und Dunkelheit.
Geist öffne mein Herz und lass sie frei

Trauriger Traumfänger

Roter Mohn,
grünes Korn im Wind,
Wolken ziehen über blauen Himmel,
Farbenspiel bewegt die Sinne.
Bunte Träume überdecken Wirklichkeit.
Lächle sanft, spüre den Hauch des Frühlings
und tauche ins Land der Nebel,
Feen mit süßen Träumen,
Traumfänger im Licht strahlender Sterne,
zu finden der Feen Bestimmung.

Feenzauber

Es sind die schwarzen, feuchten Nächte,
bedrohlich einsam, seltsam leer.
Knecht aller dunklen Mächte,
des Bösen strenges Heer.

Der Feen Zauber rettet mich,
magisch leuchtender Traum,
erzählt leis Geschichten über Dich,
bis in des Morgengrauens zarten Saum.

Mein Geist

Wildes, unzähmbares Tier erwacht,
nur für Momente, stille Sekunden,
streicht einsam, gierig durch die Nacht,
kurzer Augenblick, sofort verschwunden.

Geist aus stiller Lethargie geweckt,
durch ein leise blutend Herz,
Freiheit, weiß und unbefleckt,
zeigt uns den tiefen, dunklen Schmerz.

Wolf

Im Dunkel des Schattens liegend,
spürt er den tiefen Schmerz,
Kalter Schlaf hat ihn verlassen,
einsam stirbt sein Herz.
Bruder Wolf, wildes Tier in mir,
warum bist Du erneut erwacht?
War es das Gift des Pfeils,
empfangen in finsterer Nacht?
Geschärfte Sinne, unstete Ruhelosigkeit,
bitterer Instinkt, Begleiter anderer Tage,
eiskalte Berater,lastend,drängend, einfach Plage.
Halt,
stirb nicht Bruder Wolf,meine Inspiration dunklen Geistes.

Bauchmenschen"Der Verstand kann uns sagen was wir unterlassen sollen,
aber das Herz kann uns sagen was wir tun müssen !"

... Philosophie oder Rechtfertigung für das Ausschalten des Verstandes !

Was bin ich?

König der Eidechsen,
Bewahrer im Reich der Träume,
Beschützer der Feen und Elfen,
Tänzer im fahlen Mondlicht,
Träumer zwischen den Welten,
Stimme in unerträglicher Stille,
Ruhe im tosenden Lärm,
Tod im unendlichen Leben,
Hoffnung in Trauer und Leid.
Genau das will ich sein,
in meinem innersten Ich,
in der Eierschale meiner Seele,
Dort wo keiner hinsehen kann,
keiner, außer mir.

Auf der Suche

... es ist der Waldläufer,
leise, unscheinbar,
mit sicherem Blick und eisernem Willen,
immer auf der Suche ,
der Suche nach seiner Erfüllung,
glaubt er sie gefunden,
schlägt er seinen Wigwam auf,
ansonsten zieht er weiter,
mit den Sternen und dem Mond,
nur der Wolf ist sein Begleiter,
der Wolf der seine Seele frißt ....

Feuer

"In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst"
Augustinus

Ich brenne ...

Der Waldläufer - Wahrheit und Wirklichkeit

Ich bin eine sehr treue Seele, auch wenn manch böse Zunge das Gegenteil behauptet ...

erst wenn
die letzte Glut erloschen,
der letzte Tropfen versiegt,
der letzte Schmerz vorbei,
erst dann
wird der Waldläufer seinen Wigwam verlassen,
auf stillen Pfaden wandeln,
den Morgentau sanft von den Blättern streichen,
die Morgenluft durch die Lungen fluten lassen,
das zarte Licht des Morgens begrüßen,
auf der Suche nach
der Erfüllung neuen Glücks,
Wärme für das vernarbte Herz,
sanften Berührungen auf gegerbter Haut ....

Frühlingsblüten

Gräber weich und weiß bedeckt,
Frühlingswind die Bäume leise wiegt,
Blütenteppich frisch und unbefleckt,
Hoffnung in den roten Feldern liegt.

Blut zerflossen und geronnen
über kalten, harten Stein,
Gefühle tief im Herz ersonnen,
liegen tief unendlich rein.

Schmerz

Die Ströme des Geistes sind unendlich,
die Schmerzen des Herzens ewig weit,
das ewige Leiden schmerzlich,
bist Du letztendlich dafür bereit?

In jedem Anfang liegt bereits das Ende,
jeder Neubeginn führt bereits den Tod,
gefesselt sind auf diesem Weg die Hände,
stirbt doch jeder Tag im Abendrot.

Ein Kreis beschreibt Dein stilles Leben,
alles kehrt unzählig in uns wieder,
und bist Du auch bereit alles zu geben,
zieht es Dich stetig zur Erde nieder.

Augenblick

weiche Wolken streicheln sanft meinen Blick,
Sonnenstrahlen kitzeln zärtlich meine Haut,
der Duft des Frühlings verwirrt die Sinne,
Warum, meine kleine Schwester?
Betörendes Endorphin in der Blutbahn,
aufputschend, den Schmerz raubend,
neue Kraft, Drang nach vorn, alles neu,
trotzdem immer gewahr, des schnellen Endes,
genieße ich den Moment, denn für diesen bin ich da.
Es ist das Gefundenwerden nicht das Finden,
der Augenblick kommt zu mir,
nicht um gehalten, sondern nur gespürt zu werden.

Vergänglichkeit

Vergänglichkeit leiser Bote der Zukunft,
strahlendes Dunkel in öder Einsamkeit,
berauschend, verwirrend uns in Befangenheit wiegend,
morbide umsichgreifendes Sein,
verdorrende Schönheit an der Schwelle zum Nichts

Vorbestimmung

Wolf, einsamer Jäger der Nacht,
Sternenlicht einziger Begleiter,
tiefer Schmerz in kalter Seele,
ruhelos Bahnen folgend,
Bahnen vorbestimmt und leer,
blutendes Herz in seiner Bestimmung,
gejagt von eisernen Legionen schwarzer Macht.
Ewig sind die Verfolgten, Gejagten.
Unendlich tiefe Schmach.

Spur des Glücks

Es ist mein Herz,
fühlend, leidend, Liebe spürend,
Mondlich leuchtend,
einsam lächelnd,tief bewegend,
den Weg des Lebens suchend.
Tiefes Glück gefunden,
Spur des Glücks.

Tiefer Schlaf

Dunkle Nacht,
kalte Legionen eiskalter Macht,
bedrohend, quälend,
des Traumfängers Magie Dich sanft bewacht.
Wärme, Zärtlichkeit und seine Sinne
für Deinen tiefen Schlaf

Glücklich

Es ist die aufgehende Sonne,
es ist der feuchte Tau unter meinen Füßen,
es ist das Singen der Vögel,
es ist das Prasseln des Regens,
das mich an Dich erinnert,
an Dein Erwachen am Morgen,
Dein Atmen, Deinen sanften Blick,
Dein liebevolles Lächeln,Deine weiche Haut.
Und alles sagt-
Ich bin glücklich.

Ein Bild ist erstarrtes Licht...

Ein Bild ist erstarrtes Licht,
eingefroren für die Ewigkeit,
unsterblicher Moment,
Vergangenheit schon bei seiner Entstehung,
Waffe der Manipulation,
Zeuge allen Schmerzes,
Träger unendlicher Informationen,
Gefängnis der Seelen.