Gedichte

Nebel

Ich nehme Deine Hand und
lass uns durch die Nebel tanzen,
graue Schleier decken alles zu,
gedämpfte Stille auf der Seele,
Wärme die von Innen kommt,
zeichnet leises Lächeln,
vergessen,
keine Last, nur Leichtigkeit,
umschließt unser sanftes Tun

Die Zeit

Alles braucht seine Zeit, doch

wieviel Zeit hat man,
wieviel Zeit braucht man,
vieviel Zeit ist gut,
vieviel Zeit ist eine Ewigkeit

Zeit ist relativ lang,
Zeit ist relativ kurz,
Zeit ist etwas das man nicht halten kann

sie kann schön sein,
sie kann weh tun,
sie kann traurig sein

die Zeit.

Sommernachtsträume

Sommernachtsträume auf feuchtem Gras
in heller Vollmondnacht,
ich spüre die sanfte Brührung ihrer weichen Haut,
leicht wie der Nebel zu meinen Füssen,
transparent wie das Licht des Mondes,
zerbrechlich wie die gläserne Oberfläche des Wassers,
jeder Versuch sie sanft zu küssen löst sich auf
in das Schwarz der Nacht.

Wunden

Sand rieselt leise durch das Stundenglas,
Stunden werden Tage,
Tage bilden Monate,
Monate wachsen zu Jahren.
Es ist der Wunsch zu vergessen,
Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Wunden heilen langsam, so man sie lässt.
Frische Haut, empfindlich und zart,
zerrissen durch plötzlichen Augenblick.
Erst wenn Narben sich gebildet haben,
erst dann ist das Vergessen da!

Vergessen

es ist der Wind der sanft über die hohen Wiesen streicht,
es ist der milde Duft der Frühlingsblumen die am Wegrand steh'n,
es ist der Ruf des Vogels, der leise den Abend begrüßt,
es ist der Mond der langsam über nebligen Auen wächst -
alle erinnern mich an den sanften, magischen Druck in meinem Herz,
erinnern mich an Deine Stimme, Deinen Duft,
zarte Berührungen auf weicher Haut.
Die Gefühle keimen leise weiter, doch Du bist weg,
sanft davongeflogen mit dem Wind,
mit dem Duft der Blumen,
mit dem Klang des Vogels,
im Licht des Mondes,
Ich werde Dich niemals vergessen können,
denn sie sind immer da.

Sonnenstrahl im Traumland

Es war einer dieser Tage im Januar,
Tage so kalt und eisig,
ungestüm und unfreundlich.
Ich hasste diese Tage,
brachten sie doch immer neues Leid.

Da war sie plötzlich,
wie ein Sonnenstrahl im Traumland,
Eine Traumfee über dichtem Nebel,
lachend irgendwelche Geschichten erzählend,
Geschichten einer neuen Zeit.

Verzaubert, magisch angezogen,
neuer Lebensmut und Kraft.
Das war sie und noch viel mehr.
Leichtigkeit und unbeschwertes Sein.
Licht am Ende der dunklen Gänge.

Sie war wie
ein Sonnenstrahl im Traumland,
Eine Traumfee über dichtem Nebel,
lachend irgendwelche Geschichten erzählend,
Geschichten einer neuen Zeit.

Kurz währendes Glück, nicht auflösbar,
unwiderbringbar entschwunden,
mit der Zeit geflogen, vom Wind verweht.
Aufgelöst im Nebel der Gedanken,
verloren in der Weite der Träume.

Sie war wie
ein Sonnenstrahl im Traumland,
Eine Traumfee über dichtem Nebel,
lachend irgendwelche Geschichten erzählend,
Geschichten einer neuen Zeit.

Ich konnte das Glück nicht halten,
den Gedanken daran bewahrend,
träume ich im dunklen traumland
von Feen die Sonnenstrahlen bringen
das Herz und die Seele wärmen.

Sie war wie
ein Sonnenstrahl im Traumland,
Eine Traumfee über dichtem Nebel,
lachend irgendwelche Geschichten erzählend,
Geschichten einer neuen Zeit.

Freiheit

Ich werde frei sein,
Frei wie der Falke am Tag,
Frei wie der Wolf in der Nacht,
Frei wie die Wolken an einem Regentag,
Frei wie die Strahlen gleißender Sonne,

Frei wie die Sterne im dunklen All,
Frei wie die Wassertropfen im Ozean,
Frei wie die Sandkörner der Wüste,
Frei wie die Seelen der Ahnen,

Ich werde frei sein, frei für mein Leben,
niemand wird mir diese Freiheit nehmen,
außer ich mir selbst,
wenn Freiheit Einsamkeit heißt,

Melancholie

Melancholie, transparenter Schleier über meinen Gedanken,
Melancholie, tiefes Tal durch das ich stetig wandere,
Melancholie, Begleiterin meiner Gedanken,
Melancholie, willst Du immer bei mir sein ?

Sie ist die Schöpferin meiner Kreativität,
Sie umspinnt sanft meine Seele,
Sie bewahrt mir meine tiefsten Träume,
Sie wird auch im Abschied bei mir sein.

Versteckt im strahlenden Blau des Himmels,
im Zug der Wolken und im Glanz der Sonne,
Verborgen im Duft des Frühlings,
im Klang Deiner Stimme und Deinem Lächeln.

Melancholie, Bewegung in der Starre,
Melancholie, Klang in der unendlichen Ruhe,
Melancholie, Licht im unendlichen Dunkel,
Melancholie, dich wird es immer geben.

Der Kreis

Unsere Erfahrung gibt uns die Kraft daran zu glauben,
dass auf jede Nacht immer ein Tag folgt
und so wie immer ein Tag kommen wird,
so wird immer alles eine Fortsetzung haben:

Das Karussell wird sich immer im Kreise dreh'n,
ohne Anfang und ohne Ende!
Wir werden am Boden liegen und uns
immer wieder auf die Beine stellen!
Wir werden Steine sammeln,
Steine wieder zerstreu'n!
Wir werden immer lieben und gleichzeitig
uns neuen Schmerz zufügen!
Wir werden glücklich sein um
unglücklich werden zu können!

Alles hat nur den einzigen Sinn
immer am Ende wieder von Vorne zu beginnen!

Verlorene Träume

Der Wolf, das Wesen das die Nacht beherrscht,
der Falke die Leichtigkeit des Tages,
Die Eidechse wacht über die Träume,
leidet mit den Traumlosen,
schickt den Traumfänger auf die Jagd,
sich selbst vergessend,
Träume bewahrend für diejenigen
die die Träume verloren glaubten.
Ihren eigenen Schmerz verdrängend,
den Schmerz der verlorenen Träume.

Manchmal

Manchmal...
Manchmal ist alles leicht und manchmal ist alles unendlich schwer ...
manchmal fühle ich mich unbeschreiblich frei und manchmal bin ich völlig eingesperrt...
manchmal geht es mir gut wie nie und manchmal ist alles ganz schwarz ...
manchmal bin ich unwahrscheinlich stark und manchmal schrecklich schwach...
manchmal, ist ein Teil der Zeit,
vergänglich, flüchtig, Vergangenheit in seiner Entstehung
... manchmal

Gefühle

Oben und Unten,
hoch und tief,
ja und nein,
jetzt und nie,
warm und kalt,
hell und dunkel,
hart und weich,
sanft und grob,
laut und leise,
schnell und langsam,
Sieg und Niederlage,
Hoffnung und Schmerz
Gegensätze sind dicht beieinander,
nur Gefühle trennen sie als verletzlicher Puffer

Winter

Winter mit seinen eisigen Legionen,
seinen dunklen mondlosen Nächten,
seinen feuchten Träumen
lauert draußen vor der Tür ...

eine Klammer aus kaltem Metall,
die Seele der Menschen umklammernd ...

Tage der Sonne und Freude,
Tage des Lichts und der Träume
wo seid ihr geblieben ...

Mächte der Finsternis,
blasser, kalter Mond,
Ihr werdet meine Begleiter sein ...

Vergessen

unendlich bleierne Schwere,
umhüllt das Gemüt des am Boden Liegenden;
doch ein einziger, winziger Strahl der Sonne
mit kristallenem Leuchten, erwärmt das Herz
und lässt ihn auferstehen,
den unermüdlichen Geist und Lebenswillen.
Es ist die Hoffnung einer neuen Liebe
die ihn vergessen macht.

Einsam

Einsam stirbt,
Einsam stirbt,
einsam stirbt das Herz,
krümmen, winden,
Leiden ohne Ende,
wann kommt wieder Licht ins Dunkel?
wann ist das Ende des Tunnels erreicht?
wann werde ich wieder festen Boden unter den Füßen haben?
wann werde ich wieder die Kraft haben das Richtige zu tun?

dann wenn ich wieder klar sehen kann,
dann wenn das Herz wieder offen ist,
dann wenn der Schmerz die erträgliche Grenze überschritten hat,
dann wenn mich ein Sonnenstrahl aus der dumpfen Lethargie der Trauer kitzelt.

Ich warte auf das Zeichen -Tag und Nacht
In der Überzeugung es wird kommen,
die Überzeugung die mir Hoffnung macht.

Schnee

sanft wie Watte fällt der Schnee,
der einsame Schrei der Krähe gedämpft verhallt,
weißer Friede ist über das Land gezogen,
wie ein Tuch das alles Dunkle überdecken kann.
Kein Rascheln, kein Rauschen nur einsame Stille,
Stille die die Seele verwöhnt, das Herz zur Ruhe mahnt.
Genieße die Zeit, sie ist kurz und vergänglich,
der Moment läßt sich nicht halten,
bereits morgen wird alles wieder anderst sein.

Leere

keine Zeit,
keine Lust,
keine Gefühle,
kein Schmerz,
kein Empfinden,
kein Antrieb -
es bleibt
- Leere

Abschied vom Sommer

Duft zerfallender Blätter,
watteweicher Nebel über dem treibenden Strom,
leises Tropfen in den Zweigen,
klamme Kälte alles durchdringend,
feuchte Erde unter den Füssen,
einsam klagend der Schrei eines Vogels,
der Fluss der Zeit langsam erstarrt.
Letzter, ersterbender Atemzug-
der Sommer ist tot

Glücklich

Die Sonne wird morgens wieder für mich scheinen
auch wenn Wolken sie verdecken;
die Luft wird wieder für mich duften
auch wenn noch keine Blumen blühen;
die Sterne werden wieder für mich leuchten
auch wenn es heller Tag ist;
ich werde nicht mehr einsam sein
auch in Momenten in denen ich gerade alleine bin;
Mein Herz hat wieder begonnen zu schlagen,
ich atme wieder frei und unbeschwert,
ich kann es spüren - ich kann dich spüren

Sonnenstrahl

Sturm, dunkle Wolken jagen über felsige Hügel,
Regen peitscht das klamme Gesicht,
vorwärtsdrängend, gegen den Wind gestemmt,
sucht der Einsame seinen geraden Weg,
schwer ist es die Richtung zu halten,
ohne Licht und Zeichen nur mit Willen gestützt.
Ein plötzliches Blitzen aus den Wolken,
ein einsamer Lichtstrahl durchdringt das Dunkel,
bringt die Hoffnung, dass auf jedes Dunkel
immer das Licht wiederkehrt .
Ein wärmender Bote der Sonne der die Seele kitzelt.
Ein kurzes Lächeln auf trockenen Lippen.

Träume

Laue Sommernacht,
leises Wogen in grünen Blättern,
Duft des Waldes,
Gedanken fliegen frei,
Träume nur für Dich,
einsames Fühlen tiefer Sehnsucht,
süßer Schmerz.